Rückblick auf die FORST live 2026
Drei Tage Walddialog in Offenburg
Vom 27. bis 29. März fand die FORST live 2026 in Offenburg statt. Als Landeswaldverband waren wir von Freitag bis Sonntag vor Ort – und es hat sich gelohnt. Drei Tage lang durften wir das Messepublikum an unserem Infostand begrüßen. Eine wunderbare Gelegenheit, die Besonderheit unseres Dachverbands zu erklären und im Gegenzug die unterschiedlichsten Perspektiven von der Trainee bis zum Forst-Veteranen kennenzulernen.

Netzwerken in bester Gesellschaft
Als Mitglied im Arbeitskreis Klimapositive Waldwirtschaft befanden wir uns in der EDEKA-Arena in bester Gesellschaft. Die Mischung aus Forstorganisationen, Forschung und Lehre sowie unterschiedlichsten Unternehmen bot reichlich Gelegenheit zum intensiven Austausch. Für uns als Verband, der unterschiedliche Perspektiven zusammenbringt, ist genau das Gold wert – so konnten wir neue Kontakte knüpfen und frische Impulse für unsere Verbandsarbeit sammeln.


Den Geist des offenen Austauschs lebten wir auch an unserem eigenen Infostand und freuten uns über tatkräftige Unterstützung hinter der Holztheke. Am Freitag waren Achim Klausner und Azubi Robin dabei. „Förster Klaus“ schrieb nicht nur Autogramme für die zahlreichen Fans seines Instagram-Accounts, sondern wusste auch stets mit Rat aus der Revierpraxis weiterzuhelfen. Am Samstag verstärkte uns Luca Kiener, Doktorand der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, mit geballtem Fachwissen. Den Sonntag bestritt schließlich unser Vorsitzender Reinhold Mayer – und sorgte damit für einen würdigen Abschluss eines langen Messewochenendes.


Wald.Dialog.Zukunft – das Bühnenprogramm
Zentraler Anlaufpunkt in der Halle war die Bühne, die unter dem Motto „Wald.Dialog.Zukunft“ stand und an allen drei Tagen Vorträge und Podiumsdiskussionen bot. Nach einer Ansprache von Forstminister Peter Hauk MdL zum Messestart folgte am Freitagvormittag ein vielbeachteter Vortrag von Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber. Der renommierte Klimaforscher veranschaulichte eindrücklich, wie die globalen Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar mit der baden-württembergischen Forst- und Umweltpolitik zusammenhängen. Am Nachmittag diskutierten Prof. Dr. Ulrich Schraml, Dr. Liza Kirchberg, Prof. Dr. Bertil Burian, Johannes Hädicke, Uwe André Kohler, Elias Wahl, Stefan Kudermann und Jule Rombey das wichtige Thema Kommunikation in der Wald- und Holzwirtschaft.
Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Neuer Wald- und Holzbotschafter ist Sportholzfäller Danny Martin. Den Mit dem WaldConnect-Award standen Creator wie @forst.forest.jannick, @lu-eble und @marvinx03_ auf der Bühne, die starken Forst-Content auf Social Media produzieren. Das Highlight am Sonntag war schließlich die Krönung der neuen Waldkönigin Baden-Württemberg. Franziska Waselikowski, ForstBW-Försterin aus dem Renchtal, bekam die Krone von ihrer Vorgängerin Leonie Betz überreicht und wird das Ehrenamt nun für die kommenden zwei Jahre bekleiden.



Technik, Tiere und Zukunftsbäume
Zur Forstmesse gehören natürlich auch die technischen Neuheiten – vom Sappie bis zum Harvesterkopf. Dabei lohnte sich der Rundgang über den Außenbereich auch für uns als politischen Verband. Denn die Innovationen der Hersteller geben immer einen Hinweis darauf, für welche Herausforderungen Praktikerinnen und Praktiker auf der Fläche aktuell neue Lösungen suchen. Besonders deutlich war, dass die Digitalisierung im Forst weiter an Fahrt gewinnt – verschiedene Anbieter präsentierten beispielsweise Satelliten- und Drohnentechnologie zur Früherkennung von Klimawandelfolgen oder Waldbrandgefahren.




Auch abseits der Technik gab es allerlei zu entdecken: Jagdhornbläser sorgten für die musikalische Untermalung, während nebenan Motorsägen und Holzspalter dem Praxistest unterzogen wurden. Greifvögel und Schneeeulen präsentierten sich geduldig den Messebesuchenden, während Jagdhunde den Hallenboden systematisch nach heruntergefallenen Stücken vom Wilddöner absuchten. Und als bleibendes Andenken gab das Amt für Waldwirtschaft Offenburg Stecklinge von Baumarten wie Spitzahorn und Traubeneiche mit auf den Weg.


Fazit: Drei Tage, die sich gelohnt haben
Die FORST live 2026 war eine rundum gelungene Veranstaltung – mit einem Messepublikum, das die Bandbreite der Forstbranche eindrucksvoll widerspiegelt. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und freuen uns darauf, aus den vielfältigen Eindrücken konkrete Ideen und neue Projekte zu entwickeln.








