ForstBW & Untere Forstbehörde beim Waldputz in Obrigheim
Forstleute entfernen mehrere hundert Kilo Müll von Rastplätzen
Am 20. März 2026 trafen sich Mitarbeitende von ForstBW, Unterer Forstbehörde Neckar-Odenwaldkreis sowie engagierte Bürger zum gemeinsamen Waldputz. Ort der Müllsammel-Aktion waren die Hohbergrastplätze an der B292. Bereits im Vorjahr bot sich hier ein verheerendes Bild, sodass die Forstleute zum Waldputztag 2026 erneut vor Ort waren.

Müll behindert nachhaltige Waldbewirtschaftung & Waldnaturschutz
Die Hohbergrastplätze liegen wenige Kilometer vor Obrigheim an einer Bundesstraße, die durch das Forstrevier Horneck führt. Dem ForstBW-Team um Revierleiter Wolfgang Friedrich schlossen sich auch Kolleginnen und Kollegen von der Unteren Forstbehörde Neckartal-Odenwaldkreis und Privatleute aus der Gemeinde an. Dr. Mathias Steckel, Leiter des Forstbezirks Odenwald bei ForstBW, packte ebenfalls mit an und freute sich über die gemeinsame Aktion. Denn Müll im Wald ist für alle Forstleute ein Hindernis in ihrer wichtigen Arbeit für multifunktionale Wälder. „Der illegale Abfall behindert sowohl unsere Anstrengungen bei der Waldbewirtschaftung als auch im Waldnaturschutz“, erklärt Steckel. „Auch Mikroplastik und Auswaschungen ins Grundwasser sind dabei ein Problem.“


Traurige Funde: Plastikverpackungen, Bauschutt, Autoreifen
Zuvor hatten die Forstwirte den Grünstreifen mit Freischneidern vom Gestrüpp befreit, damit aller Müll sicht- und greifbar wird. Schon direkt hinter der Bordsteinkante waren typische Hinterlassenschaften von Durchreisenden zu sehen: Getränkeflaschen, Lebensmittelverpackungen, Papiertaschentücher und Windeln wurden arglos in der Grünfläche entsorgt. Im Waldgebiet wenige Meter dahinter bot sich den Forstleuten ein noch verheerenderes Bild: Bauschutt, Autoreifen, Europaletten und ganze Müllsäcke lagen über den Waldboden verstreut. Bei dieser Art von Müll ist auch schnell ersichtlich, dass er nicht bloß achtlos weggeworfen wurde – was schlimm genug wäre. Sondern dass Menschen die Abfälle mit Vorsatz im empfindlichen Ökosystem Wald entsorgt haben.




Weniger Abfall als im Vorjahr – und drei Anzeigen
Dr. Mathias Steckel konnte über dieses Verhalten nur den Kopf schütteln. Immerhin: Anhand von Hinterlassenschaften an einzelnen Abfällen konnten die Forstleute drei „Besitzer“ ausfindig machen und Anzeige stellen. Und ein kleiner Trost: Mit ungefähr 600 Kilogramm Müll waren es 2026 weniger Abfälle als im Vorjahr. „Damals haben wir über eine Tonne Müll aus dem Wald entfernt. Das war natürlich enorm und wir haben gehofft, dass es dieses Jahr nicht ganz so viel wird“, erzählt ForstBW-Försterin Myriam Maldacker.
Breiteres Engagement gegen Müll im Wald bleibt leider nötig
Ebenfalls mit Müllzange und Abfallsack im Waldstück unterwegs war Dietmar Hellmann, stellvertretender Vorsitzender im Landeswaldverband. Bis Sommer 2025 leitete Hellmann den Forstbezirk Odenwald bei ForstBW – deshalb war der Waldputz an alter Wirkungsstätte natürlich Ehrensache für den Förster. „Wenn man sieht, was hier an Müll weggeworfen wird, erkennt man auch die Bedeutung des Waldputztags“, sagt Hellmann. Außerdem sei es leider dringend notwendig, dass sich künftig noch mehr Forstbehörden, Gemeinden und Privatleute beim Waldputztag engagieren. „Denn es ist unglaublich, wie viel Müll man hier auf kleinem Raum findet, der sehr schädlich für die Umwelt und die Tierwelt ist.“



Auch in zahlreichen anderen Revieren von ForstBW und Unteren Forstbehörden sowie an vielen weiteren Stellen in ganz Deutschland wurde zum Waldputztag fleißig gesammelt. Aktuelle Ergebnisse hierzu stellen die Orga-Teams der Aktionen laufend auf www.waldputztag.de ein.








