Landeswaldverband veröffentlicht Forderungskatalog zur Landtagswahl 2026
Stuttgart, 19. Januar 2026 – Der Landeswaldverband Baden-Württemberg e.V. hat nach mehrmonatiger intensiver Arbeit seinen Forderungskatalog zur Landtagswahl 2026 vorgelegt. Unter dem Titel „Wälder stärken: Politik für 38 Prozent Baden-Württembergs“ richtet der Dachverband mit seinen 8 Mitgliedsorganisationen klare Erwartungen an die künftige Landesregierung. Ziel ist es, den Wald als ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Lebensgrundlage nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
38 Prozent Landesfläche brauchen politische Priorität
Als nach § 77a Landeswaldgesetz öffentlich anerkannte Stimme des Waldes bündelt der Landeswaldverband die Perspektiven von Forstpraxis, Waldbesitz, Naturschutz, Jagd und Beratung. Auf dieser Grundlage fordert der Verband, die Waldpolitik in der kommenden Legislaturperiode (2026–2031) zu einem zentralen Schwerpunkt der Landespolitik zu machen. Maßgeblicher Rahmen dafür ist die Waldstrategie Baden-Württemberg 2050, deren konsequente Umsetzung jetzt entschieden vorangebracht werden muss.
Ein zentrales Anliegen des Forderungskatalogs ist die verlässliche und durchgehende Finanzierung der für die Waldpolitik notwendigen Personalstellen und Sachmittel. Nur mit langfristig gesicherten Ressourcen lassen sich die vielfältigen Querschnittswirkungen des Waldes – vom Klimaschutz über die regionale Wertschöpfung bis hin zu Bildung, Erholung und gesellschaftlichem Zusammenhalt – wirksam nutzen.
Von Klimaschutz bis Wertschöpfung: Die Themen im Überblick
Der Forderungskatalog adressiert die gesamte Bandbreite aktueller und künftiger Herausforderungen für den Wald. Er umfasst forstpolitische Positionen zu:
- der Weiterentwicklung und Umsetzung der Waldstrategie Baden-Württemberg 2050,
- gesellschaftlichen Erwartungen und langfristigen Trends im Umgang mit Wald,
- der forstlichen Förderung und Finanzierung,
- Holznutzung und Bioökonomie,
- Verwaltung und Digitalisierung,
- Beratung und forstlichem Wissenstransfer,
- dem Wald als Arbeitsplatz,
- Waldpädagogik und Umweltbildung,
- Jagd und Wildtiermanagement,
- Klimaschutz und Biodiversität
- sowie Forschung und Wissensaufbau.
Den Forderungskatalog zur Landtagswahl 2026 als PDF-Datei herunterladen.
Breiter Dialog als Grundlage der Forderungen
Entstanden ist der Forderungskatalog entlang zahlreicher Dialoge mit Waldexpertinnen und -experten aus Praxis, Forschung, Verwaltung und Politik. Über mehrere Monate hinweg berieten sich die acht Mitgliedsvereine des Landeswaldverbands intensiv, um die inhaltliche Breite des Verbandes – und damit die vielfältigen Bedürfnisse des Waldes in Baden-Württemberg – realistisch und ausgewogen abzubilden.
„Einerseits ist der bestehende Wald durch den Klimawandel ernsthaft bedroht und muss schrittweise aktiv angepasst werden. Andererseits ist er gerade in Baden-Württemberg mit dem nachhaltigen und klimaneutralen Rohstoff Holz ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, erläutert Reinhold Mayer. Der Vorsitzende des Landeswaldverbands betont: „Waldnutzung, Waldnaturschutz und Wald für die gesellschaftlichen Ansprüche lassen sich durch qualifiziertes Management unter einen Hut bringen. Da ist jeder notwendige Euro rentierlich angelegt!“
“Der Forderungskatalog ist eine Essenz des forstfachlichen Sachverstands und ein detaillierter Wegweiser für zielführendes waldpolitisches Handeln in der kommenden Legislatur. Im Waldland Baden-Württemberg muss Wald politische Priorität haben”, sagt Ulrich Potell, Geschäftsführer beim LWV. “Für die Erstellung des Katalogs haben wir uns deshalb intensiv mit den Handlungsfeldern Wald, forstliches Berufsbild, Organisation, Verwaltung, Waldbewirtschaftung, Waldnaturschutz, Jagd- und Wildtiermanagement und Waldpädagogik beschäftigt. Die Profis aus unseren Mitgliedsorganisationen haben ihre Ziele und die daraus abzuleitenden Forderungen zusammengetragen und auf den Punkt gebracht.” Potell freut sich besonders über das aktive Mitwirken von Gästen bei LWV-Veranstaltungen: “Bei drei Waldpolitischen Freitagen haben wir die Ideen und Vorschläge von mehreren hundert Branchenangehörigen aufgenommen und anschließend eingearbeitet.”
Mit dem Forderungskatalog versteht sich der Landeswaldverband als konstruktiver Ansprechpartner für Politik und Verwaltung. Ziel ist es, gemeinsam mit der künftigen Landesregierung tragfähige Lösungen zu entwickeln, um den Wald in Baden-Württemberg auch für kommende Generationen zu erhalten und zu stärken.
Veranstaltungshinweis:
- 30. Januar 2026, Hospitalhof Stuttgart: 9. Waldgipfel – Was braucht der Wald in der nächsten Legislatur?
Die Pressemitteilung „Landeswaldverband legt Forderungskatalog zur Landtagswahl 2026 vor“ im PDF-Format.








