Forderungen

Forstliche Ausbildung in Baden-Württemberg erhalten und Traineeprogramm stärken

Die staatliche Laufbahnprüfung für den gehobenen und den höheren Forstdienst muss in Baden-Württemberg den Trainees wieder angeboten werden! Die Ausbildungsstellen für Forstwirte im Land müssen über die Finanzierungszusage bis 2024 hinaus erhalten bleiben und weiterhin über den Eigenbedarf von ForstBW hinaus ausbilden!

Laufbahnprüfung für Trainees wieder anbieten

Die Traineeprogramme für den gehobenen und den höheren Forstdienst in Baden-Württemberg schließen nicht mit einer von anderen Bundesländern anerkannten staatlichen Prüfung ab, befähigen jedoch innerhalb Baden-Württembergs für die jeweilige Beamtenlaufbahn. Die überwiegende Zahl der Bundesländer stellt im Gegensatz dazu klassisch Anwärter und Referendare ein, die mit einer deutschlandweit anerkannten Staatsprüfung ihre Ausbildung abschließen. Die hohe Qualität der Traineeausbildung in BW hat sich absolut bewährt und es geht nun darum, diesen Ausbildungsstandard noch besser zu machen, so dass er bundesweit anerkannt wird. Eine einheitlich organisierte Staatsprüfung nach der Absolvierung des Traineeprogramms würde Berufseinsteigern die Möglichkeit eröffnen, sich in Baden-Württemberg zu qualifizieren, ohne persönliche oder berufliche Nachteile für ihre Entwicklung befürchten zu müssen. Das Traineeprogramm würde so im Wettbewerb um forstfachlichen Nachwuchs attraktiver. Am
Arbeitsmarkt setzen andere Bundesländer erfolgreich auf die staatliche Laufbahnprüfung, um sich die besten Köpfe zu sichern. Das wollen wir auch für Baden-Württemberg.

Ausbildungsstellen für Forstwirte im Land über 2024 hinaus erhalten

Im Jahre 2024 wird die Finanzierung der 100 Ausbildungsstellen für Forstwirte durch den Landeshaushalt auslaufen. Ab diesem Zeitpunkt wird ForstBW die Ausbildung für den aktuell als eigenen Bedarf festgelegten Umfang auf ca. 30-40 Stellen herunterfahren. Die Finanzierung der Ausbildung über den eigenen Bedarf hinaus durch Landesmittel ist dann nicht mehr gesichert. Das wird zwangsläufig zu einer Reduzierung der Ausbildungsstellen führen. Dadurch wird es für viele junge Menschen im ländlichen Raum, die den Beruf „Forstwirt bzw. Forstwirtin“ ergreifen wollen, unmöglich eine Ausbildungsstelle mit zumutbarer Fahrentfernung anzutreten. Für die in der Regel noch minderjährigen Jugendlichen ist die Wohnortnähe der Ausbildungsstelle entscheidend. In der Folge werden die ausgebildeten Fachkräfte für den Wald im ländlichen Raum fehlen.

ForstBW beschäftigt auch private Forstunternehmen im Staatswald. Bei diesen sind vielfach von ForstBW ausgebildete Forstwirte tätig. Das bedeutet, dass das „Knowhow“ und die hohen Standards über diesen Weg bisher noch auch in der Unternehmerschaft präsent sind, was eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Arbeit gewährleistet. Auch im Kommunalwald sind viele von ForstBW ausgebildete Forstwirte beschäftigt. Diese hohen Qualitätsstandards sind nur durch die Verstetigung der Ausbildung über den Eigenbedarf von ForstBW hinaus langfristig zu garantieren.

Weiterführende Informationen

Lesen Sie hier mehr zum Trainee-Programm in Baden-Württemberg.

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